Herbarium Saastal

Botanik-Touristen und Pflanzenvielfalt

Keltischer Baldrian

Valeriana celtica

Die unauffällige Pflanze mit den feinen rötlichen Blüten gehört zu den botanischen Besonderheiten des Saastal. Denn hier ist der einzige gesicherte Fundort in der ganzen Schweiz. Einst war diese Art in den Alpen viel weiter verbreitet. Die unterirdischen Teile der Pflanze enthalten das ätherische Baldrianöl. Es wurde schon vor 2000 Jahren in der Volksmedizin verwendet. Früher wurde die Pflanze ausgegraben und für das Parfümieren von Seifen, Wein und Salben verwendet. Man hat die Wurzeln bis in den Orient exportiert. So wurde die Pflanze, die auch unter dem Namen „Echter Speik“ bekannt ist, durch den Menschen dezimiert.

Auch im Saastal findet sich der Keltische Baldrian an weniger zugänglichen Orten, so in den hinteren Regionen des Almagellertals, des Furggtals und des Ofentals. Neben dem Vorkommen in den Westalpen gibt es noch eine Unterart in den Ostalpen. In Österreich nutzen einige Bergbauern die Pflanzen immer noch in alter Weise, jedoch nun unter kontrollierten Bedingungen.

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